Winterwanderung auf der Bastei – Basteibrücke

17. Dezember 2017
Bastei Basteibrücke Sächsische Schweiz

Die Bastei ist eine Felsformation im Nationalpark Sächsischen Schweiz und ca. 50km von Dresden entfernt. In der Region ist sie ein sehr beliebtes Ausflugsziel und für Wanderrouten, Klettersportler und (Hobby-)Fotografen gleichermaßen sehr gut geeignet. Absolutes Highlight ist die Basteibrücke, eine 76,5m lange Sandsteinbrücke mit einem tollen Ausblick. Die Begehung der Bastei und der Basteibrücke ist ganzjährig kostenlos. Im Beitrag nehmen wir euch mit auf unseren kleinen Winterausflug und beantworten die häufigsten Fragen.

Was ist die Bastei?

Die Bastei ist eine Felsformation mit vielen tollen Aussichtspunkten in der Sächsischen Schweiz im Elbsandsteingebirge. Innerhalb der Sächsischen Schweiz ist sie eine sehr beliebte Attraktion für Touristen. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Bastei im Fokus von Naturschützern, die sich für den Erhalt dieser wirklich tollen Felslandschaft eingesetzt haben. Schon vor dem 2. Weltkrieg wurde die Bastei zum ersten Naturschutzgebiet innerhalb des Elbsandsteingebirges erklärt und ist heute Bestandteil des Nationalparks Sächsische Schweiz. Die Bastei bietet tolle Wandermöglichkeiten und ist auch für Fotografen ein beliebtes Ziel. 🙂 Von den verschiedenen Aussichtpunkten genießt ihr eine tolle Aussicht in die Bastei selbst sowie ins Elbtal bzw. das weitere Elbsandsteingebirge. Sehr beliebt ist die Aussichtsplattform an der Bastei, die sog. Basteiaussicht. Diese ist jedoch für Besucher teilweise gesperrt, da wohl Verwitterungsstellen im Sandstein gefunden wurden. Hier kommt ihr also nicht bis ganz nach vorn zum Geländer. Eine weitere Möglichkeit ist die Pavillonaussicht, wo ihr die Rückseite der Bastei betrachten könnt. Hin zur Pavillonaussicht kommt ihr über den Wanderweg durch die Schwedenlöcher.

Bastei Winter

Impression der Bastei im Winter

Aber keine Sorge, ihr findet genug Plätze zum Bestaunen der Bastei und auch sonst ist alles frei zugänglich. Außerdem gibt es rund um die Bastei ganz viele Kletterfelsen, auf deren Gipfeln sich jede Menge Gipfelbücher befinden. Sehen könnt ihr das auch an den viele Sicherungsösen, die sich in den Felsen befinden. Der bekannteste Kletterfelsen ist der „Mönch“, auf deren Gipfel sich ein blecherner Mönch befindet. An schönen Tagen kann man hier Kletterern beim Aufstieg zusehen, bei unserem winterlichen Besuch war dort jedoch niemand.

Kletterfelsen Mönch Bastei

Kletterfelsen Mönch mit entsprechendem Wächter auf dem Gipfel

 

Wo ist die Bastei?

Die Bastei liegt etwa 50km östlich von Dresden entfernt in der Sächsischen Schweiz. Gelegen ist sie am Ufer der Elbe innerhalb der Gemeinde Lohmen zwischen den Orten Rathen und Wehlen. Auf der Karte seht ihr in etwa die Lage des Basteigebiets. In der Region bieten sich euch viele spannende Wanderungen, unter anderem etwa durch den Uttewalder Grund von Lohmen nach Wehlen oder durch die Schwedenlöcher.

Bastei Blick Richtung Rathen

Bastei Ausblick Richtung Rathen

Bastei Elbtal Blick Richtung Dresden

Die Bastei Aussicht auf das Elbtal in Richtung Dresden

 

Wie kommt man zur Bastei?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zur Bastei zu gelangen. Wir sind mit dem Auto hingefahren, dennoch wollen wir euch natürlich auch Alternativen vorstellen.

Anfahrt per Auto

Sehr gut erreicht ihr die Bastei über die Autobahn A17, Abfahrt Pirna und anschließend Richtung Lohmen. Das Basteigebiet ist dann schon ausgeschildert. Kurz nach Lohmen zweigt an einer Tankstelle eine Sackgasse ab, die Bastei könnt ihr spätestens hier nicht mehr verfehlen.

Anfahrt: Dresden Richtung Prag (A17) – Pirna (B172) – Lohmen (S164/165) – Bastei (Basteistraße)

Adresse: Basteistraße, 01847 Lohmen

Anfahrt per Zug

Von Dresden Hauptbahnhof, Dresden-Neustadt oder Dresden-Mitte fährt die S-Bahn S1 in Richtung Schöna, wo ihr in Rathen aussteigt. Alternativ fährt die S2 nach Pirna, von wo ihr in die S1 Richtung Bad Schandau fahrt und ebenfalls in Rathen aussteigt.

Anfahrt per Bus

Von Pirna fahrt ihr mit der Buslinie 237 nach Rathewalde, von wo aus die „Basteibuslinie“ fährt. Diese fährt jedoch nur in den Sommermonaten und kann daher im Winter nicht genutzt werden. Da wir nicht so die Busfahrer sind, empfehlen wir euch die Anreise per Auto oder Zug. Das ist wesentlich bequemer und ihr könnt jederzeit fahren (auch im Winter). 😉

Anfahrt per Fahrrad

Zur Bastei gelangt ihr auch per Fahrrad, wenn ihr den schönen Elberadweg entlang Richtung Pirna und später über Lohmen fahrt. Im Winter ist das sicherlich nur für Hartgesottene etwas. Wir werden bei wärmerem Wetter sicherlich auch mal eine Fahrradtour zur Bastei unternehmen. Einplanen kann man jedoch sicherlich 2-3 Stunden Fahrtweg mit dem Rad von Dresden bis zum Basteigebiet.

 

Wo kann man an der Bastei parken?

Uns bekannt sind zwei Parkplätze – direkt in der Nähe der Bastei sowie direkt nach der Tankstelle bei Einfahrt in die Sackgasse.

Parkplatz 1

Der erste Parkplatz befindet sich in direkter Nähe zur Bastei (ca. 300-400m entfernt). Ihr gelangt zu ihm, wenn ihr die Sackgasse nach der Tankstelle einfach geradeaus fahrt. Am Ende ist der Parkplatz klar ausgeschildert. Die Preise vom Dezember 2017 sind recht übersichtlich:

PKW Bus Wohnmobil Kräder
bis 3 Std. 3,00 € 11,00 € 11,00 € 1,50 €
Tagesticket 5,50 € 11,00 € 11,00 € 1,50 €

Parkplatz 2

Der zweite Parkplatz ist direkt an der Tankstelle gelegen, von wo aus ihr via Shuttlebus zum Ziel gelangt. Alternativ lauft ihr auf gut ausgebautem Fußweg die ca. 3km bis zur Bastei.

Kosten PKW: 3,00 € / Tag

Kosten Wohnmobil: 5,00 € / Tag

Der Shuttlebus kostet 1,00 € für die einfache bzw. 1,50 € für die Hin- und Rückfahrt.

Wir haben unser Auto am Parkplatz 1 abgestellt und ein 3 Stunden-Ticket genommen. Damit sind wir zeitlich gut hingekommen und die Zeit war für uns ausreichend.

Wann ist die Bastei geöffnet und was kostet der Eintritt?

Die Bastei ist ganzjährig geöffnet und kostenfrei zu besuchen. Vor Ort findet ihr ein Restaurant bzw. Hotel, welches einen tollen Panoramablick bietet und sicherlich für viele Pärchen ein interessantes Übernachtungsziel ist. Weiter unten beschreiben wir euch noch die Felsenburg Neurathen, die für einen schmalen Taler begehbar ist.

 

Was waren unsere Highlights auf der Bastei?

Für uns war der Basteibesuch an sich ein einziges Highlight. Ganz viele verrückte leicht schneebedeckte Felsen, größtenteils gespenstige Ruhe und der tolle Ausblick sind einfach atemberaubend. 🙂 Dennoch gibt es zwei besondere Spots, die generell natürlich auch als Attraktionen bekannt sind: Die Basteibrücke und die Felsenburg Neurathen,gut sichtbar auf der Karte.

Basteibrücke

Das bekannteste Motiv ist sicherlich die Basteibrücke, welche schon von einigen Künstlern bildlich festgehalten wurde. Den besten Blick hat man vom sog. „Ferdinandstein“ aus, auf dem sich eine Aussichtsplattform befindet.

Bastei Basteibrücke Sächsische Schweiz

Schöne Aussicht auf die Basteibrücke mit dem weiteren Elbsandsteingebirge im Hintergrund

Ihr erreicht diesen Punkt, wenn ihr vom Restaurant aus die Stufen zur Basteibrücke hinuntergeht, jedoch kurz vor der Brücke links abbiegt. Dort findet ihr z.B. auch eine Abbildung von Caspar David Friedrich, der die Basteibrücke Anfang des 19. Jahrhunderts besuchte und zeichnete. Damals existierte übrigens nur ein schmaler Brückensteg aus Holz.

Die ursprüngliche Basteibrücke war aus Holz und wurde erst 1826 erbaut, bevor sie 1851 durch eine Sandsteinbrücke ersetzt wurde.

An dieser Stelle wollen wir jedoch eher Bilder wirken lassen, als geschichtliche Infos zur Brücke zu liefern 😉 Seht selbst…

Blick auf die Basteibrücke

Blick auf die Basteibrücke von einem entfernteren Aussichtspunkt

Basteibrücke Blick entlang

Direkter Blick entlang der Basteibrücke

 

Felsenburg Neurathen

Lauft ihr über die Basteibrücke, kommt ihr zudem zur Felsenburg Neurathen, eine mittelalterliche Burg. Zu sehen bekommt ihr hier nur die Reste der Burg sowie eine rekonstruierte Steinschleuder, welche für Besucher aufgestellt wurde. Über einen zusätzlichen Rundgang könnt ihr die Felsenburg besichtigen und einen kleinen Rundweg begehen.

Felsenburg Neurathen

Die Reste der Felsenburg Neurathen direkt an der Basteibrücke

Dieser ist normalerweise nicht kostenfrei, ihr zahlt hier folgende Preise:

Erwachsene 2,00 €
Kinder (bis 14 Jahre) 1,00 €
Familien 5,00 €
Reisegruppen ab 20 Personen 1,50 € pro Person

Außerdem gibt es wohl eine zusätzliche Ermäßigung auf Inhaber der „Gästekarte der Gebietsgemeinschaft Bastei“. Bei uns war das Kassenhäuschen nicht besetzt. Stattdessen gab es – so wie übrigens in der Regel immer ab 18 Uhr – eine „Kasse des Vertrauens“. Die Anlage ist nicht abgeschlossen und man kann zu jeder Zeit hinein. Rein theoretisch könntet ihr also auch nachts die Felsenburg besichtigen und eine kleine Erkundungstour unternehmen… 😉

 

Unsere Tipps zur Bastei im Winter

  • Festes Schuhwerk! Die Wege und Treppen sind oft etwas rutschig, auch die Basteibrücke ist oftmals ziemlich vereist.
  • Warme Sachen! Auf den Aussichtspunkten kann der Wind ziemlich unangenehm sein, daher empfehlen wir euch außerdem
  • Thermoskanne mit Tee oder natürlich Glühwein 😉 So könnt Ihr die Bastei und Basteibrücke gut gewärmt bestaunen und die Ruhe etwas auf euch wirken lassen.

 

Fazit zur Bastei im Winter – Lohnt es sich?

Wir waren zum zweiten Advent 2017 das erste Mal bei der Bastei und sind wirklich total beeindruckt. Gerade wenn ihr ebenfalls zum ersten Mal dort seid, wird es euch sicherlich ebenso gehen. Liest man andere Ratgeber, wird oftmals ein Besuch im Sommer ab 18 Uhr empfohlen, da ihr dann den Sonnenuntergang über der Basteibrücke genießen könnt und zudem die Bastei nicht so überlaufen ist.

Jetzt im Winter war es unserer Meinung nach recht still und man konnte die Bastei sehr gut auf sich wirken lassen. Absolut nicht geeignet ist die Bastei aus unserer Sicht für Rollstuhlfahrer und jene, die nicht gut zu Fuße sind. Zumindest der Besuch einzelner verwinkelter Ecken ist nur durch bisschen „Kletterei“ möglich. Im Winter ist es natürlich sehr zeitig dunkel, deshalb werden wir sicherlich in den Sommermonaten wieder zur Bastei fahren.

Für eine Winterwanderung bzw. einen schönen Ausflug können wir euch einen Besuch dieses Naturwunders absolut empfehlen! Insbesondere dann, wenn ihr mal „rauskommen“ wollt – aus Stress, Job und dem täglichen Chaos 😉

 

Weitere Tipps für die Sächsische Schweiz

 

Wie sind eure Erfahrungen in der Sächsischen Schweiz? Lohnt sich aus eurer Sicht ein Besuch im Winter? Wir freuen uns auf euer Meinungen.

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