Festung Königstein – Besuchermagnet in der Sächsischen Schweiz

25. Oktober 2021
Festung Königstein Sächsische Schweiz

Zuletzt aktualisiert am 10. November 2021

Die Festung Königstein gehört zu den eindrucksvollsten Sächsische Schweiz Sehenswürdigkeiten und darf bei einer Reise durch das Elbsandsteingebirge nicht fehlen. Direkt an der Elbe befindet sich die markante Festung oberhalb des gleichnamigen Ortes Königstein, wobei sie auch aus großer Entfernung gut sichtbar ist. In diesem Beitrag zeigen wir dir, was du in der Festung Königstein zu sehen bekommst und geben nützliche Tipps für deinen Besuch rund um Parken, Eintritt & Co.

Lage und geschichtlicher Hintergrund

Die Festung Königstein befindet auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein direkt an der Elbe, gegenüber des Liliensteins inmitten des Nationalparks Sächsische Schweiz. Die Festung thront auf etwa 240 Metern über der Elbe und erstreckt sich über eine Fläche von über 9 Hektar. Mit bis zu 40 Meter hohen Mauern war die Burgfestung Königstein bestens ausgebaut und gewappnet für Angreifer während der letzten Jahrhunderte.

Die Gebäude der Festung Königstein wurden über mehrere Epochen hinweg errichtet, wobei die Anlage Zug um Zug erweitert wurde. Erste steinerne Gebäude gab es wohl bereits im 12. Jahrhundert, während der Ausbau ab dem 16. Jahrhundert so richtig in Schwung kam. Vor allem auch militärisch bedeutsam war mit Sicherheit der Bau des Brunnens, der mit einer Tiefe von 152,5 Meter einer der tiefsten Burgbrunnen Europas ist. Diesen kannst du auch heute besichtigen, mehr dazu im nächsten Abschnitt dieses Beitrags. Zu Zeiten der Renaissance und später im Barock unter August dem Starken wurde die Burg zur stärksten Festung in Sachsen ausgebaut, zudem entstanden verschiedene Lustschlösser, etwa die Magdalenenburg oder auch die Friedrichsburg.

Highlights auf der Festung Königstein

Auf der Festung Königstein kannst du zahlreiche Gebäude besichtigen, einige wollen wir dir hier näher vorstellen. Dabei geht es uns hier nicht um Vollständigkeit, sondern eher um aus unserer Sicht sehenswerte Gebäude, die wir uns näher angeschaut haben. Besonders faszinierend fanden wir die Aussicht, die du von hier oben genießt. Gerade bei schönem Wetter kannst du bis in die Böhmische Schweiz, den tschechischen Teil des Elbsandsteingebirges, fahren.

Panorama Königstein Ausblick

Seigerturm

Der Seigerturm ist einer von acht Beobachtungstürmen entlang der Festung Königstein. Er wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut und bietet dir vom Standort aus eine schöne Aussicht auf die Elbe und die beliebten Wanderziele Großer und Kleiner Bärenstein.

 

Georgenburg und Georgenbastion

Die Georgenburg war eines der ersten Gebäude auf dem Tafelberg Königstein. Bereits 1365 wurde sie in Bezug auf Kaiser Karl IV. als “Kayserburg” bezeichnet. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die alte Georgenburg umgebaut und gen Süden erweitert. In Anlehnung an Kurfürst Johann Georg I. wurde sie fortan Johann-Georgenburg genannt. Erst 50 Jahre später wurde die Georgenburg um die Georgenbastion ergänzt, um die Eingangsseite der Festung Königstein abzusichern. Auch heute erkennst du die Bastion noch gut anhand der 5 historischen Kanonen, die aus dem 17. bzw. 18. Jahrhundert stammen.

 

Neues Zeughaus

Das Neue Zeughaus entstand 1631 als Festsaal, brannte nieder und wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Danach wurde es als Waffenlager verwendet. Bei unserem Besuch konnten wir hier eine Dauerausstellung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr anschauen. Dabei geht es im Wesentlichen um moderne Angriffs- und Verteidigungswaffen.

 

Magdalenenburg

Die Magdalenenburg wurde Anfang des 17. Jahrhunderts als Renaissanceschloss errichtet und diente der Unterbringung des Hofes und als Provianthaus. Im Zuge dessen wurde auf Wunsch August des Starken im Keller der Magdalenenburg ein riesiges Weinfass installiert, welches über 250.000 Liter Wein fasste. Auf jeden Fall genug für einen ordentlichen Umtrunk! 😉

Magdalenenburg Festung Königstein

Garnisonskirche

Die Garnisonskirche ist eines der ältesten, noch erhaltenen Gebäude überhaupt auf dem Königstein. Sie wurde als Burgkapelle Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut und war Mitte des 17. Jahrhunderts erste Garnisonskirche in ganz Sachsen. In den letzten Jahren wurde sie umfassend saniert und neu eingeweiht.

Garnisonskirche Festung Königstein

Brunnenhaus

Ein absolutes Muss bei deinem Besuch der Festung Königstein ist das Brunnenhaus. Dort befindet sich der eingangs dieses Beitrags erwähnte Brunnen, der 152,5 Meter tief ist. Damit ist er der zweittiefste Burgbrunnen in ganz Europa – nach der Reichsburg Kyffhausen im Kyffhäusergebirge. Nachdem er Mitte des 16. Jahrhunderts im Fels errichtet wurde, erfolgte die Wasserförderung anfangs über eine Art Tretmühle bzw. Tretrad, später dann mittels Dampfmaschine und Anfang des 20. Jahrhunderts via Elektromotor. Nachdem der Brunnen zu DDR-Zeiten stillgelegt wurde, ist die ganze Fördertechnik seit einigen Jahren wieder funktionsfähig.

 

Paradeplatz

Der Paradeplatz ist der größte Platz zwischen Alter Kaserne, Schatzhaus, Brunnenhaus und Magdalenenburg. Hier findest du zahlreiche Imbiss-Stände und auch den Übergang zum Alten Zeughaus bzw. dem Offizierskasino.

Friedrichsburg auf der Festung Königstein

Die Friedrichsburg ist für uns eines der Highlights auf der Festung Königstein. Das Gebäude wurde Ende des 16. Jahrhunderts unter Christian I. errichtet, weswegen die Friedrichsburg ursprünglich Christiansburg hieß. Im Kellergeschoss war die eigentlich vor allem für Feste verwendete Friedrichsburg auch für den Verteidigungsfall ausgestattet. Von der Friedrichsburg genießt du eine fantastische Aussicht auf den gegenüberliegenden Lilienstein sowie das weitere Umland der Sächsischen Schweiz.

 

Hungerturm

Besonders prägnant ist der Hungerturm unweit der Friedrichsburg. Der Blick in die Landschaft mit Elbe und in Richtung Lilienstein und Bastei ist hier wirklich wunderschön, außerdem blickst du von hier auch direkt auf den Patrouillenweg, der um die Festung herum führt.

Hungerturm Festung Königstein

Bist du in der Sächsischen Schweiz unterwegs und suchst noch nach einer Unterkunft? Schau unbedingt mal hier vorbei, da findest du garantiert eine geeignete Bleibe in allen Preisklassen.

Festung Königstein Eintritt & Parken

Die Festung Königstein ist von Mai bis Oktober jeweils täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, in den Wintermonaten eine Stunde kürzer von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt dabei pro Person 12,00 Euro in den Sommermonaten von April bis Oktober und 10,00 Euro in der kälteren Jahreszeit. Zusätzlich gibt es ermäßigte Tarife für 9,00 Euro (Sommer) und 7,00 Euro (Winter) sowie Familien- und Gruppenpreise. Ab April 2022 erhöht sich der Eintrittspreis jeweils um einen Euro.

Hier haben wir dir die aktuellen Preise noch einmal übersichtlich dargestellt:

 1.4.-31.10.211.11.-31.3.221.4.-31.10.22
Erwachsene12,00 Euro10,00 Euro13,00 Euro
Ermäßigt9,00 Euro7,00 Euro10,00 Euro
Familien30,00 Euro25,00 Euro32,00 Euro

Für die Festung Königstein gibt es ein gut ausgeschildertes und ausgebautes Parkhaus. Es befindet sich direkt an der B172. Die Adresse für das Navi lautet Am Königstein 1, 01824 Königstein. Kommst du aus Richtung Pirna, erreichst du das Parkhaus direkt nach dem Kreisverkehr an der Siedlung Struppen. Fährst du von Königstein aus an, musst du zunächst durch den Ort fahren. Fährst du mit der Bahn, bringt dich die S1 von Dresden oder Pirna aus bequem bis nach Königstein. So musst du dein Auto natürlich nirgends abstellen.

Die Preise für das Parkhaus sind aus unserer Sicht happig. Für bis zu 4 Stunden Parkdauer zahlst du 6,00 Euro (Stand 2021), bis 5 Stunden sogar 7,00 Euro oder 8,00 Euro für ein Tagesticket. Deutlich günstiger parkst du auf dem Wanderparkplatz am Kreisverkehr direkt in Königstein. Von hier musst du allerdings noch ein gutes Stück laufen – z.B. über den Patrouillenweg – oder nutzt den Festungsexpress.

Zu Orientierung: Wir waren knapp 3 Stunden auf der Festung, mehr als 5 Stunden brauchst du aus unserer Sicht wirklich nur, wenn du dir nahezu jedes Gebäude komplett anschaust.

Aufstieg zur Festung Königstein – Bimmelbahn vs. Zu Fuß

Stellst du dein Auto am Parkhaus ab, wartet direkt vor dem Gebäude eine Bimmelbahn, um dich nach oben zur Burg Königstein zu bringen. Die Fahrt vom Parkhaus hinauf dauert keine 5 Minuten und hält direkt auf dem Vorplatz der Festung. Dort entscheidest du dann, ob du linkerhand den Aufstieg zu Fuß wagst oder rechts über den Fahrstuhl bequem nach oben fährst.

Der sog. Festungsexpress hinauf zur Burg ist allerdings nicht im Parkticket inkludiert, sondern kostet – auch aufgrund unterschiedlicher Betreiber – extra. Die komplette Runde vom Festungsexpress verkehrt zusätzlich auch durch Königstein und stoppt u.a. am Reißiger Platz beim Kreisverkehr, wo du direkt aufspringen kannst. Für ca. 4,00 Euro Hin- und Zurück lohnt der Express vor allem dann, wenn du innerhalb des Ortes Königstein parkst oder mit der Bahn anreist. Für Familien mit Kleinkindern oder alle, die körperlich eingeschränkt sind, ist die Bimmelbahn auch eine praktische Alternative vom Parkhaus aus. Hast du jedoch keine körperlichen Einschränkungen und startest dort, empfehlen wir dir den Fußweg hinauf zur Festung Königstein. Dafür brauchst du etwa 10 Minuten.

Bimmelbahn Festungsexpress Festung Königstein

Wandern rund um die Festung

Unabhängig davon, ob du die Festung Königstein besichtigen möchtest, kannst du eine kleine Wanderung rund um den Tafelberg unternehmen. Dabei handelt es sich um den Patrouillenweg, der einmal komplett um den Fels herumführt. Der Weg ist eine Art Trampelpfad, den du zwar offiziell “auf eigene Gefahr” läufst, allerdings ist er nicht sonderlich schwierig.

Patrouillenweg Festung Königstein

Weitere Tafelberge in der Umgebung

Unmittelbar gegenüber vom Königstein befindet sich auf der anderen Elbseite der Lilienstein, das eigentliche Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Blickst du gen Südosten, fällt dir als Erstes die kleine Erhebung vor der Festung auf. Dabei handelt es sich um den Quirl, dahinter liegt mit dem Pfaffenstein ein weiterer markanter Tafelberg. Linkerhand vom diesem entdeckst du drei weitere Erhebungung: Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein.

Ausblick Königstein Gohrisch Papststein

 

Festung Königstein & Corona

Auch die Festung Königstein war und ist natürlich von der Corona Pandemie betroffen. Seit 16. September 2021 gilt die 3G-Regel. Das heißt vor Ort wirst du an der Kasse von einem Nachweis gefragt der zeigt, dass du geimpft, genesen oder getestet bist. Kinder bis 6 Jahren benötigen keinen Nachweis. Auf der Festung selbst musst du – wie mittlerweile eigentlich überall üblich – einen Mund-Nase-Schutz in geschlossenen Räumen tragen.

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